Sozialraumanalyse in der Stadt Wilhelmshaven

Was ist eine Sozialraunanalyse?

Eine Sozialraumanalyse hat das Ziel, die Kriminalitätswirklichkeit in einer Stadt oder Kommune möglichst umfassend und differenziert zu beschreiben und einzelne Erklärungsangebote für spezielle Auffälligkeiten und Besonderheiten anzubieten. Dadurch gelingt es, allen an der kommunalen Kriminalprävention beteiligten Institutionen einen ausreichenden Informationsstand zur Stadt zu geben, der dann Grundlage für ein zielgerichtetes Vorgehen im Bereich kommunaler und kriminalpräventiver Aktivitäten ist. Zeitgleich wird ein lokales Sicherheits- und Kriminalitätslagebild entwickelt, das auf der Analyse der polizeilich registrierten Kriminalität (Hellfelddaten) sowie auf der Analyse subjektiver Sicherheit und Erhellung des lokalen Dunkelfeldes (Bevölkerungsbefragungen) beruht. Aus Sicht der Polizei handelt es sich zudem um ein kriminologisch angereichertes Lagebild, welches unter anderem zur strategischen Planung und Durchführung zielgerichteter Maßnahmen genutzt wird. Die Sozialraumanalyse ermöglicht zudem, eine Prognose über zukünftige Entwicklungen im Kriminalitätsbereich zu treffen.

 

Sozialraumanalyse in der Stadt Wilhelmshaven

Damit ist die Durchführung einer Sozialraumanalyse die unabdingbare Arbeitsgrundlage für das Projekt „Wilhelmshaven SICHER!“, insbesondere, weil diese mit dem erstellten Präventionskonzept konkrete Maßnahmen für eine erfolgreiche Präventionsarbeit in Wilhelmshaven auswirft.

Die Durchführung der Sozialraumanalyse in Wilhelmshaven wurde im September 2010 von der Stadt Wilhelmshaven, dem Projekt „Wilhelmshaven-SICHER! Sowie dem Verein zur Förderung der Kommunalen Prävention der bei der Universität Potsdam unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Rolfes in Auftrag gegeben.

Im Rahmen einer Fragebogenaktion kam es dann im Jahr 2011 zur Analyse der „subjektiven Sicherheit“ der Bürgerinnen und Bürger sowie anderen, messbaren sozialen Faktoren wie z.B. Wohnsituation, Nachbarschaft, Infrastruktur in Wilhelmshaven. Insgesamt 4000 Fragebögen wurden nach einem Zufallsprinzip an Personen ab 16 Jahren in Wilhelmshaven versandt. Um einen möglichst hohen Rücklauf an Bögen zu erreichen, suchten 24 Kolleginnen und Kollegen der Polizeiinspektion in einer freiwilligen Aktion die angeschriebenen Haushalte auf und fragten nach, ob der Bogen schon versandt worden sei. Insgesamt sind nahezu 40% der Fragebögen zurückgesandt worden. Wie gut dieses Ergebnis ist, zeigt die Tatsache, dass der übliche Rücklauf bei Fragebogenaktionen im Rahmen einer Regionalanalyse im Regelfall nur halb so hoch ist. Die gesamten Ergebnisse der Sozialraumanalyse liegen bereits vor und wurden bereits auf der Präventionsmesse "Wilhelmshaven SICHER!" am 19.11.2011 in der Stadthalle Wilhelmshaven der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Im Sinne aktiver Beteiligung der Bürgerschaft werden im April und Mai 2012 unter persönlicher Anwesenheit von Oberbürgermeister Andreas Wagner in vier Veranstaltungen die Ergebnisse der Sozialraumanalyse jeweils für die Bereiche Nord, Süd, Ost und West vorgestellt und Interessierte zu einer Diskussion über die Konsequenzen aus den Erkenntnissen eingeladen.

Den Abschlussbericht sowie das Präventionskonzept finden Sie hier:

./files/abschlussbericht_whv.pdf  ./files/praeventionskonzept.pdf

Zum 1. November 2011 wurde zudem ein hauptamtlich besetztes Präventionsbüro im Rathaus eröffnet. Das Büro steht für Anliegen im Sinne einer proaktiven Prävention und für Beratungen von Anliegen gerne zur Verfügung. Terminvereinbarungen sind unter der Telefonnummer 04421-161599 bzw. 0157-34482602 beim Mitarbeiter Thorsten Riedel möglich.

 

Im Frühjahr 2012 wird desweiteren ein kommunaler Ordnungsdienst eingerichtet werden. Neben Stadtverwaltung und Polizei fungiert der Verein zur Förderung der kommunalen Prävention in Wilhelmshaven (VKP) als Kooperationspartner für dieses Projekt.

 

Ebenfalls in Kooperation mit dem VKP befindet sich ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Sicherheitswahrnehmung im Wilhelmshavener Kurpark in Vorbereitung. „Der Kurpark soll heller und sicherer werden. Dies ist ein sehr dringender Wunsch der Wilhelmshavener Bürgerinnen und Bürger und insofern ein klarer und wichtiger Auftrag für uns“, erklärten Oberbürgermeister Wagner und der Leiter der Polizei, Hans-Henning von Dincklage, in einer Presseerklärung.

Finanziert werden konnte die Sozialraumanalyse ausschließlich durch die Unterstützung einiger finanzkräftiger Sponsoren, die ihre Gelder an den Verein zur Förderung der Kommunalen Prävention in Wilhelmshaven (VKP) gespendet haben, sowie durch die Unterstützung der Stadt Wilhelmshaven.

Die Sponsoren der Sozialraumanalyse

 

 

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